


Gesunde Natur ist Heimat
In der Naturschutzpolitik möchten wir einen Schwerpunkt auf den Nationalpark Senne-Egge legen als ein grünes, nach vorne gerichtetes Projekt. Der Nationalpark ist ein klassisches Beispiel für die Verbindung von Naturschutz, wirtschaftlichem Erfolg und der Schaffung von Arbeitsplätzen. Argumentativ können wir auf den Erfahrungen im Nationalpark Eifel aufbauen. Dieser hat der Region und dem Land bundesweit positive Beachtung gebracht. Die Zuwachsraten im Tourismus, insbesondere bei den Übernachtungen, sind beachtlich. Die Region hat dadurch starke wirtschaftliche Impulse erhalten. Es sind neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Eine solch positive Entwicklung ist mit dem Nationalpark Senne-Egge auch in Ostwestfalen-Lippe möglich. Die notwendigen Schritte sind eingeleitet worden, Nationalpark und militärische Nutzung in Einklang zu bringen. Der Landtag hat sich in der letzten Legislatur für diesen Weg ausgesprochen (DS 13/6219). Obwohl die neue Landesregierung den großen Erfolg des Nationalparks Eifel anerkennt, hat sie derzeit die Ausweisung des Nationalparks Senne-Egge auf Eis gelegt und verpasst die Chance, auch in dieser Region eine vergleichbare Erfolgsgeschichte einschließlich der Schaffung neuer Arbeitsplätze zu ermöglichen.
Neben diesem projektbezogenen Schwerpunkt streben wir eine grundsätzliche Auseinandersetzung über die Strategie grüner Naturschutzpolitik an. Naturschutz darf nicht als Verhinderungsstrategie verstanden werden. Vielmehr geht es darum, Natur als einen Bestandteil des Lebensumfeldes positiv zu interpretieren und einen eigenen Stellenwert zu verschaffen. Weitere Fragen, die in diesem Diskussionsprozess eine Rolle spielen können, sind z.B.: Zählt Naturschutz als ein Kernbereich der Daseinsvorsorge? Die Debatte sollte sehr generell angelegt sein. Als erste Schritte wollen wir u.a. im Rahmen eines Strategiekongresses Naturschutzstrategien in anderen Ländern betrachten und uns mit den Grünen vor Ort über typische Naturschutzkonflikte in ihren Städten und Gemeinden austauschen.
Schließlich wird der Freiraumschutz in den kommenden fünf Jahren eine immer wichtigere Rolle spielen. Die Neuversiegelung von Flächen muss reduziert werden, bedeutende Lebensräume und Schutzgebiete erhalten bleiben. In Kooperation mit der Landesplanung gilt es hier - in Abgrenzung zur neuen Landesregierung - neue strategische Ansätze zu entwickeln und neue Netzwerke zu bilden.
Zu diesen und zu weiteren Themen des Naturschutzes sind hier alle Anträge und Kleinen sowie Großen Anfragen zu finden, die ich ins Plenum eingebracht bzw. an die Landesregierung gestellt habe.
Sollten Sie an den jew. Antworten der Landesregierung interessiert sein, senden Sie eine Mail an meine wissenschaftliche Mitarbeiterin christine.zechner@landtag.nrw.de und wir senden Ihnen diese gerne zu.